WPC: Profilextrusion

WPC sind Wood-Plastic-Composites, englisch für Holz-Kunststoff-Verbundswerkstoffe und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit als alternative für Landhausdielen und Parkett. Dabei werden Holzmehl- oder Fasern mit Polypropylen oder Polyethylen verschmolzen und zu einer homogenen Masse vermengt und in Form gebracht. Es gibt verschiedene Verfahren, mit denen WPC Terrassendielen hergestellt werden können, unter anderem Rotations- und Spritzguss, sowie Plattenpressen. Die am weitesten verbreitete Methode ist die Profilextrusion, bei der unter hohem Druck dickflüssige bis feste härtbare Massen unter hohem Druck aus einer vorgeformten Öffnung gepresst werden, in die Sie hier einen kleinen Einblick bekommen. WPC ist für alles geeignet das fängt beim Eigenheim an und endet beim Gartenhaus. Alles wird durch gutes Holz verschönert und veredelt. Auch ein Carport oder die eigene Garage.

Das einstufige Verfahren

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, mit denen die WPC Extrusion durchgeführt werden kann. Die einfachste Variante ist das einstufige Verfahren, bei dem alle Schritte innerhalb eines Arbeitsprozesses durchgeführt werden. Deshalb wird dieser Prozess auch Direktextrusion genannt.
Die Holzpartikel und das Kunststoffgranulat werden zur gleichen Zeit dem Extruder zugeführt. Dieser verfügt über eine Öffnung, Extrudat genannt, deren Profil die Form des Endproduktes bestimmt. Der Kunststoff wird vor allem über die Reibungswärme geschmolzen. Damit die Materialien sorgfältig vermischt und gleichzeitig genügend Druck für die Extrusion aufgebaut werden kann, werden konische Doppelschneckenextruder eingesetzt.
Dieses Verfahren wird am häufigsten für die Herstellung von Terrassendielen eingesetzt.

Das zweistufige Verfahren

Hier wird zunächst ein WPC Zwischenprodukt hergestellt, welches anschließend durch Profilextrusion, Spritzguss oder Plattenpressen verarbeitet werden kann. Zum Mischen werden wie beim einstufigen Verfahren Doppelschneckenextruder eingesetzt, in manchen Fällen allerdings auch Heiz-Kühl-Mischer, mit denen WPC Granulat hergestellt wird, oder Pelletierpressen, die WPC Pellets für die Weiterverarbeitung herstellen.
Diese WPC Zwischenprodukte werden dann in einem Extruder wieder aufgeschmolzen und in Form gepresst.

Diese Verfahren sind bereits in der Kunststoffproduktion gut erprobt und haben sich auch für Herstellung und Weiterverarbeitung von WPC als sinnvoll erwiesen. Allerdings ist die Profilextrusion nicht für die Herstellung aller Produkte geeignet. Sollen beispielsweise Hohlkörper erzeugt werden, ist der Rotationsguss eher anzuraten.